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Italienisches Tagebuch

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Abenteuerliches Italien von Petra Ihm-Fahle Das erste "richtige" Buch, dass ich als Kind gelesen habe, war "Abenteuer in Italien" von Viola Bayley - so wie  auch meine letzte Reise dorthin ein kleines emotionales Abenteuer für mich war.  Meine Großeltern hatten mir das Buch geschenkt, ich dürfte sieben oder acht Jahre alt gewesen sein. Begeistert war ich zunächst nicht von diesem Geschenk, denn die Schrift war klein und es enthielt keine Bilder. Irgendwann nahm ich es mir aber vor, wobei mich der Ehrgeiz packte, es komplett durchzuschmökern. Als es gelungen war, rannte ich zu meiner Mutter und rief: "Mami, Mami! Ich habe ein ganzes Buch gelesen!"  Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die unbedingt nach Italien möchte und einen Job sucht, um das zu finanzieren. Sie wird Gesellschafterin einer Contessa, wo sich bald unheimliche Dinge zutragen ... Einen Job in Italien: Den suchte auch ich, als ich älter war. Ich war um die 30, als ich beschloss, dass...

Italienisches Tagebuch

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Brief aus Saluggia von Petra Ihm-Fahle Mein Vater Peter auf der roten Couch, die meine Mutter in Saluggia gekauft hatte. Bevor meine Eltern zusammen in die Wohnung meines Vaters in Ranco, Vicolo privato 1  zogen, hatte sich meine Mutter Gabriele eine Arbeit in Saluggia gesucht, eine Gemeinde in der Region Piemont. Dort richtete sie sich ein, mit einer roten Couch beispielsweise, die wir noch viele Jahre hatten. Im Juli 1961  dürfte sie dann mit mir schwanger gewesen sein. Sie überlegte, mit ihrem Töchterlein in Saluggia zu bleiben, da sie nicht wusste, ob sie einen Heiratsantrag bekäme. Der kam aber.  Hier ist ein Brief, in dem sie meinem Vater den Weg nach Saluggia beschrieb.                                                                           ...

Italienisches Tagebuch

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Von Saluggia nach Ranco von Petra Ihm-Fahle Foto: Hans Allhausen   Da ich mich an die Anfangsjahre meiner Kindheit in Italien nicht sehr gut erinnern kann, bat ich Anfang 2018 meine mittlerweile verstorbene Mutter Gabriele Steinert, mir ihre Erinnerungen zu schildern. Sie erzählte am Telefon, ich notierte. Hier berichtet sie, wie sie zu unserem Vater Peter Ihm nach Italien kam und wie die beiden in Ranco am Lago Maggiore eine Familie gründeten.  Gabriele: "Als erstes fällt mir ein, wie ich in Domodossola ankam. Peter war schon dort, und ich fand mich sehr schick, eine rosa Hose, eng, mit Steg und Bügelfalte, Ballerina-Schuhe und dazu hatte ich eine grün-graue Lederjacke. Das erste, was Peter kundtat, war, solche Hosen gar nicht leiden zu können.  Und wir fuhren mit zwei Autos, dem Alfa von Peter und ich hinterher, mit dem Renault Quatre Cheveaux. Wir fuhren in seine Wohnung, die sehr schön war. Im 'Hotel Cadrezzate' waren wir, wo Peter ein Zimmer hatte. Vorher war ich in ...

Entspannung in Italien

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Endlich wieder zur Familie  Nach mehreren Monaten ist der Maler Ernesto Filippelli aus Bad Nauheim kürzlich wieder nach Melissa gereist, wo er seine Mutter und andere Verwandte besucht hat. Wie er Italien nach dem Lockdown erlebte, erzählt er im Samstags-Interview mit Petra Ihm-Fahle. Ernesto Filippelli (Foto: Filippelli) Petra: Du wolltest ursprünglich Urlaub in Deutschland machen. Wieso? Ernesto: Wegen Corona war es zunächst nicht empfehlenswert, ins Ausland zu reisen. Deshalb habe ich gedacht, ich bleibe in Deutschland. Ich dachte an den Bayrischen Wald oder die Ostsee.   Die Familie wiedersehen (Foto: Filippelli) Petra: Warum hast du dich entschieden, doch nach Italien zu reisen? Ernesto: Zwei Gründe: Erstens, ich habe die Lage in Deutschland gezielt analysiert und geschaut, was gibt es hier für Ansteckungsgefahren. Ich dachte, wenn ich an die Ostsee gehe, ist es voll, die Strände sind voll. In Kalabrien haben wir kilometerweit Strand und die Strände sind frei. Man kan...

Italienisches Tagebuch

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Kindheit am Lago Maggiore Bei der Arbeit am Blog der Kulturgruppe Die Verdichter bekomme ich Lust, meine Erinnerungen an Italien in einem Tagebuch aufzuschreiben. Hier ist der erste Eintrag. 2004 bei einem Besuch von Locarno (Foto: Fahle) 1962 wurde ich in der italienischsprachigen Schweiz geboren, in Locarno-Muralto.  Meine Eltern lebten damals in Italien, für die Geburt schwebte ihnen aber ein französisches oder schweizerisches Krankenhaus vor. Für Frankreich sprach, neben der deutschen auch die französische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Ein Gegenargument war die harte Militärausbildung, wäre ich ein Junge geworden. Die Entscheidung fiel auf die Schweiz. In Italien wohnten wir in Ranco am Lago Maggiore, einem Dorf. An viel erinnere ich mich nicht mehr. Meine früheste Erinnerung ist Weihnachten, wie ich als Kleinkind ins Wohnzimmer gehe und dort den Tannenbaum sehe. Auch an ein Restaurant denke ich im Zusammenhang mit Ranco gerne zurück, das "Belvedere". Nur selten aße...