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Entspannung in Italien

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Endlich wieder zur Familie Nach mehreren Monaten ist der Maler Ernesto Filippelli aus Bad Nauheim kürzlich wieder nach Melissa gereist, wo er seine Mutter und andere Verwandte besucht hat. Wie er Italien nach dem Lockdown erlebte, erzählt er im Samstags-Interview mit Petra Ihm-Fahle.
Petra: Du wolltest ursprünglich Urlaub in Deutschland machen. Wieso? Ernesto: Wegen Corona war es zunächst nicht empfehlenswert, ins Ausland zu reisen. Deshalb habe ich gedacht, ich bleibe in Deutschland. Ich dachte an den Bayrischen Wald oder die Ostsee.  Petra: Warum hast du dich entschieden, doch nach Italien zu reisen?Ernesto: Zwei Gründe: Erstens, ich habe die Lage in Deutschland gezielt analysiert und geschaut, was gibt es hier für Ansteckungsgefahren. Ich dachte, wenn ich an die Ostsee gehe, ist es voll, die Strände sind voll. In Kalabrien haben wir kilometerweit Strand und die Strände sind frei. Man kann sich aussuchen, wo man liegt. Auch im Bayrischen Wald ist Hauptsaison und es ist teurer für mich…

Italienisches Tagebuch

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Kindheit am Lago MaggioreBei der Arbeit am Blog der Kulturgruppe Die Verdichter bekomme ich Lust, meine Erinnerungen an Italien in einem Tagebuch aufzuschreiben. Hier ist der erste Eintrag.

1962 wurde ich in der italienischsprachigen Schweiz geboren, in Locarno-Muralto. Meine Eltern lebten damals in Italien, für die Geburt schwebte ihnen aber ein französisches oder schweizerisches Krankenhaus vor. Für Frankreich sprach, neben der deutschen auch die französische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Ein Gegenargument war die harte Militärausbildung, wäre ich ein Junge geworden. Die Entscheidung fiel auf die Schweiz.In Italien wohnten wir in Ranco am Lago Maggiore, einem Dorf. An viel erinnere ich mich nicht mehr. Meine früheste Erinnerung ist Weihnachten, wie ich als Kleinkind ins Wohnzimmer gehe und dort den Tannenbaum sehe. Auch an ein Restaurant denke ich im Zusammenhang mit Ranco gerne zurück, das "Belvedere". Nur selten aßen wir dort abends auf der Terrasse mit Seeblick – und w…

Die Weite des Meeres

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Mit dem Schiff auf ReisenWenn Nicole Thuy-Neubert aus Bad Nauheim eine Kreuzfahrt unternimmt, kann sie gleichzeitig entspannen und etwas erleben. Den Umweltaspekt hat sie dabei im Blick - doch wie verläuft ihr Urlaub in diesem Jahr? Das erzählt Nicole im Samstags-Interview mit Petra Ihm-Fahle. Petra: Wie lange unternimmst du schon Kreuzfahrten, wie bist du auf die Idee gekommen?Nicole: Einige Menschen verbinden einen runden Geburtstag mit dem Wunsch, an diesem Tag etwas Besonderes zu machen oder gar eine denkwürdige Mutprobe zu erleben. Wie etwa Bungee-Jumping oder einen Tandem-Sprung. Als jemand, der wenig Vertrauen in Technik hat und zusätzlich noch eine „blühende“ Fantasie, war die Vorstellung, auf hoher See weit weg von jedem Hafen den Naturgewalten ausgeliefert zu sein, zunächst unvorstellbar. Allerdings, als ich 2004 als Kriseninterventionskraft Überlebende des Tsunami in Südostasien betreute, wurde mir bewusst, dass in diesem Fall die Schiffsreisenden eindeutig im Vorteil waren.…

"Wir haben ein Herz für Sie"

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Die Geschichte einer Transplantation(Leseprobe)Niko Gözüpekli2010 musste ich mich einer Herztransplantation unterziehen. Über diese prägende Erfahrung schreibe ich das Buch "Wir haben ein Herz für Sie." In regelmäßigen Abständen werde ich Sie über die Arbeit an meinem Manuskript auf dem Laufenden haltenund Ihnen Leseproben präsentieren.

Es war 17.50 Uhr. Ein Schuss aufs Tor und es war alles dunkel auf dem Sportplatz. Ein gewöhnliches Mittwochstraining, an einem sonnigen Herbstnachmittag, hatte kurz vorher begonnen. 
Wie immer waren alle Spieler vom SV OCKSTADT auf dem Platz, liefen sich warm, um sich auf das nächste Punktspiel vorzubereiten. Nach einer kurzen Fitnessübung fingen wir an, liefen fröhlich über den Rasen, übten Taktik und absolvierten wieder eine Fitnesseinheit. Der Trainer versammelte uns im Strafraum, stellte aus dem Haufen zwei Mannschaften zusammen. Lustig ging alles nach Plan. 
Plötzlich bekam ich leichte Luftnot und Herzrasen, aber ehrgeizig kickte ich noch e…

Traumort Mallorca

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"Schafe und Hühner sind unsere Nachbarn"Vor einigen Jahren entdeckte das Ehepaar Susann Barczikowski und Bernd Bertschat die Insel Mallorca für sich. Wegen der Corona-Krise waren Reisen dorthin lange nicht möglich. Im Samstags-Interview mit Petra Ihm-Fahle erzählt Susann, wie sie die Insel nun erlebt.    

Petra: Deine zweite Heimat ist Mallorca, aber Du warst lange nicht mehr dort. Wieso?
Susann: Mallorca ist für mich ein Traumort. Die Insel mit nur ein paar Worten zu beschreiben, ist nicht einfach. Die Vielfalt der Landschaft, das wunderbare Meer, unsere mallorquinischen Freunde und natürlich unser Haus auf dem Land möchte ich nicht mehr missen. Wir haben das Glück, hier weitab vom Tourismus, mitten in einer alten Kulturlandschaft zwischen Wiesen, Feldern und Weinbergen leben zu dürfen. Schafe und wilde Hühner sind unsere Nachbarn …ein perfekter Rückzugsort für uns! Während der Corona-Krise und dem Lockdown war es natürlich nicht möglich, hierher zu kommen. Das war für uns sc…

Das Bild, das mich berührt

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See der UnendlichkeitErnesto Filippelli hat ein wunderbares Bild gemalt. Es hängt mit zwei anderen seiner Werke in der Mitgliederausstellung des Kunstvereins Bad Nauheim. Ich finde alle seine Bilder sehr schön, aber dieses besonders. Es zeigt eine Figur, die mit ausgebreiteten Armen ins Wasser und der Sonne entgegen geht.
Als ich es sah, dachte ich sofort an meine Mutter, die am Freitag, 26. Juni gestorben ist. Das Bild ist für mich wie ein Symbol für eine der besonderen Erinnerungen, die ich an sie habe: Als wir klein waren und in Italien lebten. Das Prägendste dort war der Lago Maggiore, auf den wir von unserem Haus aus blicken konnten. In der Mitte lag die Isola Madre.Wenn ich Ernestos Bild betrachte, ist es für mich, als sehe ich meine Mutter, die mit ausgebreiteten Armen ins Wasser dem Jenseits entgegen geht. Sie ist wieder jung und schlank. Die Farben, der Sonnenschein, der sich um ihre Beine bricht, zeigen, dass etwas Schönes auf sie wartet und ihr Weg ein goldener ist.Ich ging …

Andalusische Momente

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"Die Zeit bewusst spüren"
Wenn Adela Yamini unterweg ist, hält sie schöne Impressionen mit der Kamera fest. Das macht sie auch in Andalusien so. Wieso sie diese Region im Süden Spaniens als optimales Umfeld für sich empfindet, schildert die Bad Nauheimerin im Samstags-Interview mit Petra Ihm-Fahle.